09.01.2020, Zug | Medienmitteilung
Höhepunkte Zuger Archäologie und Bauforschung 2019 - öffentlicher Vortrag
Ein römischer Münzschatz vom Zugerberg, eine bislang unbekannte römische Siedlungsstelle oberhalb Baar, neue Erkenntnisse über mittelalterliche Häuser in der Zuger Altstadt und über das Schloss Buonas sowie ein rätselhafter Steinhügel im Zugersee: Die Archäologie und Bauforschung des Kantons Zug blickt auf ein spannendes 2019 zurück. Stefan Hochuli, Leiter des Amts für Denkmalpflege und Archäologie, präsentiert die Höhepunkte am Sonntag 19. Januar 2020 um 15.00 Uhr an der Hofstrasse 20 in Zug.
Quer durch alle Altersschichten und äusserst zahlreich erscheint das Publikum jeweils zum archäologischen Vortrag von Stefan Hochuli in der Aula des Wilhelm-Gebäudes an der Hofstrasse 20. Der Leiter des Amts für Denkmalpflege und Archäologie versteht es bekanntlich, Zuschauerinnen und Zuschauer für seine Materie zu begeistern und weiss, wie man komplexe historische Gegebenheiten und wissenschaftliche Erkenntnisse so erklärt, dass sie auch für Laien verständlich werden. Die Veranstaltung wurde erstmals 2006 durchgeführt und gehört seither fix ins Programm der kulturhistorisch interessierten Zuger Bevölkerung.
Silbermünzen, Dachziegel und ein Mauerwerk aus dem 13. Jahrhundert
Im Mittelpunkt des diesjährigen Vortrages steht unter anderem ein römischer Münzschatz, den die Archäologen in einem abgelegenen Waldstück auf dem Zugerberg bei Prospektionsgängen aufgespürt haben. Der Fund besteht aus zwölf Silbermünzen, die über 1700 Jahre alt und erstaunlich gut erhalten sind. Auch die Fragmente römischer Dachziegel, die anlässlich der Sanierung der Ägeristrasse oberhalb Baar zum Vorschein kamen, werden im Vortrag erläutert; ferner die neusten Funde aus dem ergiebigen Kiesabbau im «Äbnetwald» in der Gemeinde Cham, der vom Amt seit den 1990er-Jahren begleitet wird. Was die bauhistorische Untersuchung von Liegenschaften betrifft, förderten - dank archäologischem Spürsinn - die Analysen von zwei Häusern in der Unter Altstadt und der Liegenschaft an der Ägeristrasse 20 neue Kenntnisse zu tage. Auch über das Schloss Buonas, das anlässlich einer Aussensanierung erstmals bauhistorisch untersucht wurde, gibt es Spannendes zu berichten. Es zeigte sich, dass das Mauerwerk der im 13. Jahrhundert erbauten und 1478 ausgebrannten Burg noch weitgehend vorhanden ist. Nach wie vor ungeklärt sind das Alter und die Funktion eines rätselhaften Steinhügels auf dem Grund des Zugersees. In Zusammenarbeit mit Sporttauchern ver-sucht das Amt auch dieses Geheimnis zu lüften.
Die Arbeit der Zuger Archäologie, Bauforschung und Denkmalpflege des vergangenen Jahres bietet somit einmal mehr einen vielfältigen und faszinierenden Einblick in unsere gemeinsame Vergangenheit. Während der Vortrag den Fokus auf die Projekte und Arbeiten aus dem Jahr 2019 legt, präsentiert das im Herbst erschienene Buch «Ausflug in die Vergangenheit. Archäologische Streifzüge durch den Kanton Zug» einen Überblick zur 16'000 Jahre alten Kulturgeschichte des Kantons Zug. Die Publikation wird zum Verkauf aufliegen.
Öffentlicher Vortrag
Sonntag, 19. Januar 2020, 15.00 Uhr im Wilhelm-Gebäude, Aula, Hofstrasse 20, Zug (vis-à-vis Museum für Urgeschichten), Referent Dr. Stefan Hochuli, Leiter Amt für Denkmalpflege und Archäologie. Der Eintritt ist frei.
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