18.08.2026, Zug | Medienmitteilung
Denkmaltage 2026: Baar im Fokus
Am 12. und 13. September finden die Europäischen Tage des Denkmals statt. Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug setzt den diesjährigen kantonalen Schwerpunkt in Baar. Zahlreiche Führungen, Rundgänge und Einblicke hinter sonst verschlossene Türen laden dazu ein, historische Orte neu zu entdecken.
An den schweizweit stattfindenden Tagen des Denkmals öffnen zahlreiche historische Orte ihre Türen und laden dazu ein, ihre Geschichte, ihre Bedeutung und die Herausforderungen ihres Erhalts kennenzulernen. «Baudenkmäler verbinden Vergangenheit und Gegenwart. Sie schaffen Identität und tragen wesentlich zur Qualität unserer gebauten Umwelt bei», sagt Karin Artho, Leiterin des Amts für Denkmalpflege und Archäologie.
Begrüssungsapéro beim Baarer Schwesternhaus
Der Kanton Zug setzt für die diesjährigen Denkmaltage seinen lokalen Schwerpunkt in Baar und lädt am Samstag, 12. September, die Bevölkerung um 11.30 Uhr beim Schwesternhaus in Baar zur Begrüssung ein. Am anschliessenden Apéro und bei einem offerierten Imbiss ist ein Austausch mit Landammann Andreas Hostettler, Gemeinderat und Bauvorsteher Zari Dzaferi sowie dem Team des Amts für Denkmalpflege und Archäologie möglich. Vor und nach der Begrüssung können in Baar verschiedene Veranstaltungen besucht werden.
Baar aus neuen Perspektiven entdecken
Zwei Rundgänge widmen sich dem Ortsbild von Baar: Einer zeichnet die Entwicklung des einstigen Dorfes und die Herausforderungen dieser Siedlungsentwicklung nach, der andere folgt den Spuren des fast vergessenen Baarer Baumeisters Franz Hotz und macht deutlich, wie sehr das lokale Handwerk das Ortsbild geprägt hat.
Die Schulanlage Sternmatt zählt zu den bedeutenden Bauwerken der Nachkriegszeit in Baar. Führungen geben Einblick in die denkmalgerechte Sanierung, bei der die Gebäude sorgfältig an heutige Bedürfnisse angepasst, die Anlage erweitert und die ursprüngliche Farbigkeit der Altbauten wiederhergestellt wurde. Bei den Aushubarbeiten für die Erweiterungsbauten entdeckten die Archäologen zudem ein fast 5000 Jahre altes Grab – die älteste bekannte Bestattung im Kanton. Eine kleine Ausstellung präsentiert den aussergewöhnlichen Fund und zeigt, was die archäologischen Untersuchungen bislang über seine Geschichte verraten.
Feuerwehr Baar, Zivilschutz sowie Restauratorinnen demonstrieren anhand einer Einsatzübung, wie Kulturgüter nach Bränden, Überschwemmungen oder anderen Ereignissen gerettet und gesichert werden. Eine Ausstellung in der Gemeindeverwaltung zeigt archäologische Funde aus Baar und vermittelt, welchen Beitrag bewilligte Suchen mit dem Metalldetektor zur archäologischen Forschung leisten. Gleichzeitig macht sie auf die Folgen illegaler Schatzsuchen aufmerksam, bei denen wertvolle historische Informationen verloren gehen.
Auch die Industriegeschichte Baars steht im Fokus: Führungen durch die ehemalige Spinnerei an der Lorze geben Einblick in einen Pionierbau der Industriearchitektur und zeigen die Entwicklung des Areals. Zudem macht die Korporation Baar Dorf das eindrückliche Spinni-Reservoir zugänglich. Im Dorfzentrum öffnet die Bürgermeinde das historische Baarer Rathaus und der Stadtgarten Baar lädt dazu ein, einen neuen Begegnungsort kennenzulernen.
Veranstaltungen auch in Zug, Cham und Neuheim
Ergänzt wird das Programm durch Veranstaltungen an weiteren Orten im Kanton. Das Zuger Depot Technikgeschichte öffnet am Samstag die Tore zu den Sammlungen der Feuerwehr-, Industrie-, Militär- und Verkehrsgeschichte. Am Sonntag laden das Museum für Urgeschichte(n), die Burg Zug, das Ziegelei-Museum und das Kunsthaus Zug zu Führungen und Mitmachangeboten ein. Dabei stehen unter anderem die gefährdeten Pfahlbaufundstellen im Zugersee, die wechselvolle Baugeschichte der Burg Zug, der Erhalt historischer Baukeramik sowie Kunst im öffentlichen Raum im Mittelpunkt.
Auftaktveranstaltung in Luzern
Bereits am Montagabend, 8. September, findet in Luzern die gemeinsame Auftaktveranstaltung der Denkmaltage für die Zentralschweiz statt. Ausgehend vom diesjährigen gesamtschweizerischen Motto «In Gefahr?» thematisiert der Anlass die Chancen und Risiken des Tourismus für das Kulturerbe. Das Inputreferat von Florian Eggli (Hochschule Luzern) sowie ein von Judit Solt moderiertes Podium mit Fachpersonen aus Denkmalpflege, Tourismus und Politik widmen sich der Wechselwirkung von Tourismus und Kulturerbe.
Das vollständige Programm ist auf www.kulturerbe-entdecken.ch abrufbar. Bitte beachten Sie, dass gewisse Programmpunkte eine vorgängige Anmeldung erfordern.
Weitere Informationen
Bilder und Bildlegenden
Kostenlose Publikation unter Einhaltung von Copyright / Angabe Name und Vorname
Kontakt


Sina Gubser
CH-6300 Zug
%20Amt%20f%C3%BCr%20Denkmalpflege%20und%20Arch%C3%A4ologie%20Kanton%20Zug.jpeg)
%20Amt%20f%C3%BCr%20Denkmalpflege%20und%20Arch%C3%A4ologie%20Kanton%20Zug_Staatsarchiv%20Zug.jpg)
%20Nightnurse%20Images%20Z%C3%BCrich.jpg)
%20Amt%20f%C3%BCr%20Denkmalpflege%20und%20Arch%C3%A4ologie%20Zug,%20Dominique%20Batschelet.jpg)
_Andreas%20Busslinger.jpg)
%20B%C3%BCrgergemeinde%20Baar.jpg)
%20Grauwert,%20Beni%20Sutter.jpg)
%20Stadtgarten%20Baar.png)
%20Andreas%20Busslinger.jpg)
%20Jochen%20Reinhard,%20Arch%C3%A4ologische%20Tauchprospektionen%20Zug.jpg)
%20Simon%20Jeanloz,%20Ziegelei-Museum.jpg)
%20Jorit%20Aust%20Photography,%20ProLitteris,%20Z%C3%BCrich.jpg)
%20Amt%20f%C3%BCr%20Denkmalpflege%20und%20Arch%C3%A4ologie,%20Jochen%20Reinhard.jpg)