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03.11.2026, Zug | Medienmitteilung

Resultate des Zuger PFAS-Fischmonitorings liegen vor

Die Untersuchungen auf PFAS in Speisefischen im Zugersee und Ägerisee haben ergeben, dass die Fische aus dem Ägerisee sowie die Felchen und Rötel aus dem Zugersee lebensmittelrechtlich konform sind. Hechte und Egli aus dem Zugersee dürfen weiterhin weder verkauft noch unentgeltlich abgeben werden.

In den Jahren 2025 und 2026 führten das Amt für Wald und Wild, das Amt für Umwelt sowie das Amt für Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit den Zuger Berufsfischern eine Monitoring-Kampagne in Speisefischen aus dem Zugersee und dem Ägerisee durch. Ziel des Monitorings war es, den PFAS-Gehalt in Fischen und die PFAS-Anreicherung in der Nahrungskette zu untersuchen. Für die Monitoring-Kampagne wurden insgesamt 78 Speisefische aus dem Zugersee und dem Ägerisee sowie drei Planktonproben aus dem Zugersee entnommen. Mit der Auswahl der vier beprobten Speisefischarten Felchen, Hecht, Egli und Rötel standen die wichtigsten in Verkehr gebrachten Speisefischarten im Fokus. 

Felchen und Rötel konform

Die gesammelten Daten zeigen auf, dass sich das in den Zugersee eingebrachte PFAS entlang der Nahrungskette über das Seewasser vom Phytoplankton zum Zooplankton bis zu den planktonfressenden Fischen und Raubfischen anreichert. Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen den Verdacht aus der Stichprobenkampagne 2024, dass sämtliche Hechte und Egli aus dem Zugersee die lebensmittelrechtlich festgelegten PFAS-Höchstgehalte überschreiten und weiterhin weder verkauft noch unentgeltlich abgeben werden dürfen. Diese Massnahme gilt so lange bis erneute Messungen zeigen, dass sich der PFAS-Gehalt im Zugersee verringert hat. Fische aus dem Ägerisee sowie die Felchen und Rötel aus dem Zugersee werden hingegen als lebensmittelrechtlich konform bewertet und dürfen weiterhin in Verkehr gebracht werden.

Aussagen über die jahreszeitliche Verteilung des PFAS-Gehalts in den beprobten Fischen und deren Altersstruktur lassen sich aus den Ergebnissen und der Stichprobenmenge nicht repräsentativ ableiten. 

Auswirkungen auf die Fischpopulation

Da die beiden wichtigsten Raubfischarten Hecht und Egli zurzeit nicht mehr befischt werden, stellen sich Fragen zu Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht des Sees. Eine Zunahme der Raubfischpopulation ist mittelfristig nicht auszuschliessen. Deshalb wird aktuell eine Ökosystem-Studie durchgeführt, um die Auswirkungen auf die übrigen, weiterhin befischbaren Arten zu untersuchen.

Zudem werden Sediment-Untersuchungen vorgenommen, welche über die Einlagerung der PFAS in den verschiedenen Sedimentschichten und über die historische PFAS-Belastung im See Aufschluss geben sollen. Die Zuflüsse des Zugersees sowie belastete Standorte werden weiterhin auf PFAS untersucht, damit allfällige noch aktive PFAS-Quellen erkannt und beseitigt werden können.

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Der Rötel ist ein Speisefisch.

Rötel-Fisch (Markus Inglin)
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Olivier Burger

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