28.09.2026, Zug | Medienmitteilung
Gewinner Umgestaltung Kaufmännisches Bildungszentrum erkoren
Das Planerwahlverfahren für die Umgestaltung des Kaufmännischen Bildungszentrums in Zug hat der Generalplaner Itten+Brechbühl AG gewonnen. Die hohe innenräumliche Flexibilität und die identitätsstiftende Gestaltung des Aussenraums haben die Jury überzeugt. Die etappenweise Realisierung bei laufendem Betrieb ist zwischen 2029 und 2030 vorgesehen.
Das Kaufmännische Bildungszentrum Zug (KBZ) wurde im Jahr 2001 eröffnet. Seither haben sich die Lehr- und Lernformen und damit die räumlichen Ansprüche an ein Schulhaus erheblich verändert. Mit den nationalen Reformen «Verkauf 2022+» und «Kaufleute 2023» richten sich die Ausbildungen noch deutlicher an den Arbeitsmarktanforderungen aus. Dies verlangt eine Anpassung bzw. Umgestaltung der jeweiligen Räumlichkeiten an den Berufsfachschulen.
Multifunktionales Drei-Zonen-Konzept
Die heutigen Schulzimmer im KBZ sollen durch multifunktionale Räume mit Lernzonen ersetzt werden. Für die Umsetzung eines Drei-Zonen-Konzepts werden die grosszügigen Erschliessungsbereiche genutzt. Das Konzept besteht aus einer Fokuszone für konzentrierte Wissensvermittlung und Einzelarbeit; einer Kollaborationszone für Gruppenarbeiten und interaktiven Austausch und einer Begegnungszone für Aufenthalt, sozialen Austausch und individuelles Lernen.
Nebst den erforderlichen Umbaumassnahmen besteht beim KBZ auch ein Instandsetzungsbedarf. Viele gebäudetechnische Anlagen befinden sich am Ende des Lebenszyklus oder haben diesen bereits überschritten. Ebenso müssen aufgrund von veränderten Vorschriften brandschutztechnische Anpassungen vorgenommen werden.
Nutzeranforderungen im Fokus
Am Wettbewerb im selektiven Planerwahlverfahren haben sieben Teams teilgenommen. Gewonnen hat der Generalplaner Itten+Brechbühl AG aus Zürich. Die Jury würdigt die vertiefte Analyse des Teams, das die wesentlichen Herausforderungen im Innenraum erkannt hat und behutsame, punktuelle Eingriffe vorschlägt. Dadurch können die Qualitäten der bestehenden Bausubstanz weitgehend erhalten werden. Die Möblierung und die Gestaltung der Korridorzone gehen gezielt auf die Nutzeranforderungen ein. Die Farbgestaltung, die Beleuchtung und akustischen Massnahmen unterstützen die Aufenthaltsqualität und schaffen eine stimmige Atmosphäre. Mit der Weiterentwicklung des Energie- und Gebäudetechnikkonzepts wird dieses mit gezielten Massnahmen schlüssig ergänzt. Die vorgeschlagenen baulichen Massnahmen werden auch aus wirtschaftlicher Sicht als angemessen beurteilt.
Aufwertung des Aussenraums
Im Aussenbereich greift die Gestaltungsidee die Architektur des bestehenden Gebäudes auf. Das geplante Freiraumkonzept entwickelt den Aufenthaltsbereich differenziert weiter. Dieser fügt sich in die Gesamtanlage ein und wertet den Aussenraum gestalterisch und klimatisch auf.
Hoher funktionaler Mehrwert
Die Jury hebt in ihrem Bericht besonders positiv hervor, dass mit verhältnismässig geringen Eingriffen ein hoher funktionaler und gestalterischer Mehrwert erzielt und gleichzeitig den schulischen Anforderungen Rechnung getragen wird. «Die hohe innenräumliche Flexibilität und die identitätsstiftende Gestaltung des Aussenraums bringen dem KBZ einen Mehrwert», lobt Baudirektor Florian Weber das Projekt: «Eine wichtige kantonale Bildungsinstitution wird damit fit für die Zukunft gemacht.»



Kontakt
Olivier Burger
6301 Zug