09.09.2026, Medienmitteilung
Weiterhin solider Ertragsüberschuss trotz Rekordbeitrags an den Nationalen Finanzausgleich (NFA)
Der Kanton Zug rechnet im Budget 2027 mit einem Ertragsüberschuss von 290,7 Millionen Franken. Erstmals überschreitet der Beitrag an den NFA die Marke von einer halben Milliarde Franken. Gleichzeitig investiert der Kanton in den Erhalt seiner Standortattraktivität.
Der Gesamtaufwand erhöht sich um 161,3 Millionen Franken auf rund 2,5 Milliarden Franken. Demgegenüber steht ein Gesamtertrag von rund 2,8 Milliarden Franken mit Mehrerträgen von 79,4 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahresbudget. Auch die Planjahre 2028–2030 rechnen mit hohen Ertragsüberschüssen zwischen 393,0 und 505,5 Millionen Franken. «Der Kanton Zug bleibt auf finanziellem Erfolgskurs: Trotz steigender Aufwände rechnen wir 2027 und auch in den Planjahren mit deutlichen Überschüssen», hält Finanzdirektor Heinz Tännler fest.
NFA-Rekord: Erstmals über eine halbe Milliarde Franken
Im Jahr 2027 leistet der Kanton Zug erstmals mehr als eine halbe Milliarde Franken an den NFA. Der Beitrag steigt gegenüber dem Budget 2026 um 61,6 Millionen Franken auf 528,9 Millionen Franken. Heinz Tännler führt dazu aus: «Auch die Tendenz zeigt steil nach oben. Bis 2029 rechnen wir bereits mit Ausgleichszahlungen von rund 600 Millionen Franken. Der Kanton Zug leistet damit einen wichtigen und substanziellen Beitrag zum gesamtschweizerischen Wohlstand».
Von Kinderbetreuung bis Cybersicherheit: 213 Millionen Franken für den Standort
Die Ergänzungssteuererträge aus der Umsetzung der OECD-Mindeststeuer belaufen sich im Budget 2027 voraussichtlich auf 165,0 Millionen Franken. «Diese Mehrerträge werden vollständig an Unternehmen und Bevölkerung zurückgegeben und fliessen direkt in den Erhalt unseres Standorts – das ist eine Investition in die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Zugs», unterstreicht Heinz Tännler. Die Standortmassnahmen sind vielfältig. So werden 2027 für Förderbeiträge an Unternehmen, Aufbauunterstützung, Anschubfinanzierung oder Zusammenarbeiten mit Drittpartnern, Beiträge an die Kinder- und schulergänzende Betreuung sowie in die Wasserinfrastruktur und für den Betrieb eines Kompetenzzentrums für Cybersicherheit insgesamt 213,0 Millionen Franken budgetiert.
Weiterhin hohe Steuererträge trotz moderaterem Wachstum
Die Steuereinnahmen dürften moderater wachsen als in den Vorjahren. Beim Fiskalertrag wird mit einer Zunahme um 38,5 Millionen Franken auf rund 1,5 Milliarden Franken gerechnet. Beim Kantonsanteil an den Bundessteuern werden Mehrerträge von 36,1 Millionen auf 775,3 Millionen Franken budgetiert. «Der geplante Steuerrabatt, mit welchem es künftig möglich sein soll, einen Rabatt auf den ordentlichen Kantonssteuerfuss festzulegen, ist in den Planjahren bewusst noch nicht berücksichtigt. Wir wollen erst Klarheit über die Bedingungen und die Ausgestaltung schaffen, bevor wir ihn einrechnen», erläutert Heinz Tännler.
Investitionsschub für die Infrastruktur von morgen
Die Nettoinvestitionen steigen im Budget 2027 um 57,6 Millionen Franken auf 281,0 Millionen Franken. Dabei gelangen auch verschiedene Darlehen oder Investitionsbeiträge zur Auszahlung. So an die EVZ Sport AG, die Zugerland Verkehrsbetriebe AG und die Stiftung The International School of Zug and Luzern. Beim Tiefbau sind Investitionen von 57,1 Millionen Franken budgetiert. «Die Umfahrung Cham–Hünenberg nimmt 2027 den Betrieb auf und bringt der Bevölkerung eine spürbare Verkehrsentlastung», freut sich der Finanzdirektor. Beim Hochbau stehen für die Planung der neuen Kantonsschule Rotkreuz sowie für Instandsetzungen und Mieterausbauten knapp 50 Millionen Franken zur Verfügung. In eine zukunftsgerichtete Informatik werden 27,2 Millionen Franken investiert. «Wir können die geplanten Investitionen über acht Jahre aus eigener Kraft finanzieren – ohne einen einzigen Franken Fremdverschuldung», hält Heinz Tännler fest.
Grundsolide Bilanzstruktur
Die Bilanzstruktur bleibt grundsolide. Der Bilanzüberschuss beträgt im Budget 2027 voraussichtlich rund 3,6 Milliarden Franken und steigt bis zum Planjahr 2030 weiter auf 4,9 Milliarden Franken. «Das gibt uns die nötige Widerstandsfähigkeit, auch wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sollten», unterstreicht der Finanzdirektor.
Aktuelle Übersicht über die Erfolgsrechnung
