16.09.2026, Medienmitteilung
Der Zuger Innovationspreis 2026 geht an Novocure GmbH in Baar
Das Unternehmen Novocure GmbH erhielt den diesjährigen Zuger Innovationspreis für «Optune Gio», ein tragbares, nicht invasives Medizinprodukt zur Behandlung von Hirntumoren. Das Baarer Unternehmen hat 21 Stellen neu geschaffen.
Das Unternehmen Novocure GmbH erhielt den diesjährigen Zuger Innovationspreis für «Optune Gio», ein tragbares, nicht invasives Medizinprodukt zur Behandlung von Hirntumoren. Das Baarer Unternehmen hat 21 Stellen neu geschaffen.
Andreas Conne, Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion, überreichte den Preis im Rahmen des Zuger Innovationstags am 15. September 2026 im Siemens Inspiration & Convention Center in Zug. Organisiert wird der Zuger Innovationstag alljährlich vom Technologie Forum Zug.
Innovation aus Zug für Patientinnen und Patienten weltweit
«Mit «Optune Gio» ist es Novocure gelungen, eine wissenschaftliche Innovation in einen konkreten Nutzen für Patientinnen und Patienten zu übersetzen. Die Verbindung von Spitzentechnologie, klinischer Wirksamkeit und patientenzentrierter Versorgung steht exemplarisch für die Innovationskraft des Standorts Zug. Für diese aussergewöhnliche Leistung verleihen wir den Zuger Innovationspreis», begründet Andreas Conne den Entscheid des Zuger Regierungsrats für die diesjährige Gewinnerin. «Novocure hat 21 neue Arbeitsplätze in Baar geschaffen und trägt damit zur Attraktivität sowie Wettbewerbsfähigkeit des Zuger Wirtschaftsraumes bei.» Zurzeit arbeiten in Baar 218 Mitarbeitende.
«Optune Gio» ist ein tragbares medizinisches Gerät, das elektrische Wechselfelder erzeugt, die als Tumor Treating Fields (TTFields) bezeichnet werden und über nicht-invasive, auf der Kopfhaut platzierte Arrays abgegeben werden. TTFields üben physikalische Kräfte auf die elektrisch geladenen Bestandteile sich teilender Krebszellen aus, was zum Absterben der Krebszellen führt. Optune Gio ist für die Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostiziertem oder rezidivierendem Gliom WHO-Grad 4 vorgesehen. Die aggressivste und häufigste Form des Glioms WHO-Grad 4 bei Erwachsenen ist das Glioblastom, welches in der Schweiz jährlich bei etwa 250 bis 300 Menschen diagnostiziert wird.
Marco Carrino, VP Global Markets Novocure, erklärt: «Die nicht invasive TTFields-Therapie wird ergänzend zu etablierten Standardbehandlungen eingesetzt, kann ambulant angewendet werden und lässt sich in den Alltag der Patientinnen und Patienten integrieren. Durch den neuartigen physikalischen Wirkmechanismus eröffnet Optune Gio einen zusätzlichen Behandlungsansatz, ohne den Körper mit weiteren systemischen Nebenwirkungen zu belasten.»
Andreas Conne, der zudem das Sekretariat der Jury leitet, erläutert die Kriterien, welche die Jury zum Entscheid geführt haben, diese Innovation für den diesjährigen Preis dem Regierungsrat vorzuschlagen: «Novocure erhält den Zuger Innovationspreis 2026 für die Entwicklung einer neuen Technologie zur Behandlung von Hirntumoren. Diese verbindet nachgewiesenen medizinischen Nutzen mit internationalem Markterfolg und schafft gleichzeitig hochwertige Arbeitsplätze im Kanton Zug. Damit stärkt Novocure sowohl die Gesundheitsversorgung als auch die Stellung unseres Wirtschaftsraums im Standortwettbewerb.»
Zuger Innovationspreis, Teilnahmebedingungen und Zusammensetzung der Jury
Der mit 10 000 Franken dotierte Zuger Innovationspreis geht an ein Unternehmen aus dem Kanton Zug, das mit einer volkswirtschaftlich, sozial und/oder ökologisch sinnvollen Innovation neue Arbeitsplätze geschaffen oder bestehende Arbeitsplätze erhalten hat. Der Preis wird vom Regierungsrat auf Antrag einer Jury vergeben.
In der ersten Verfahrensstufe konnten nominationsberechtigte Organisationen Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen für den Zuger Innovationspreis nominieren, die im Kanton Zug neue Arbeitsplätze geschaffen oder bestehende Arbeitsplätze erhalten haben. Die Jury setzte sich in der zweiten Stufe des Verfahrens an ihrer Sitzung im Frühling mit den sieben eingereichten Nominationen eingehend auseinander und bewertete die Gesuche nach den folgenden Parametern: innovative Idee, Erfolg am Markt, Schaffung bzw. Erhaltung von Arbeitsplätzen sowie Entwicklungspotenzial. Die bestbewerteten Unternehmen wurden eingeladen, ihr innovatives Produkt bzw. ihre Dienstleistung vor der Jury zu präsentieren und Fragen zu beantworten.
Die Jury setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen: Silvia Thalmann-Gut (Volkswirtschaftsdirektorin, Vorsitz); Daniel Abt (Vertreter des Gewerbeverbands des Kantons Zug); Reto Karich (Vertreter Arbeitnehmervereinigungen); Andreas Kleeb (Vertreter der Zuger Wirtschaftskammer, Bereich Dienstleistungen); Peter Loeffler (Vertreter der Zuger Wirtschaftskammer, Bereich Industrie). Andreas Conne (Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion) führt das Sekretariat.
Gewinner des Zuger Innovationspreises ab 2018
2018 Pickwings AG, Baar
2019 Bucher Hydraulics AG, Neuheim
2020 keine Vergabe
2021 Roche Diagnostics International AG, Rotkreuz
2022 isenzio AG, Baar
2023 yamo AG, Zug
2024 Moosfrei GmbH, Menzingen
2025 SHL Medical AG, Zug
