27.11.2025, Medienmitteilung
Sprachaustausch: ein Erfolgsmodell für mehr Motivation im Französischunterricht
Der Kanton Zug hat den Sprachaustausch zwischen Zuger und Westschweizer Schulklassen in den letzten fünf Jahren systematisch gestärkt. Institutionalisierte Schulpartnerschaften bilden heute die Grundlagen, um den Austausch dauerhaft im Französischunterricht zu verankern.
«Dank kantonaler Anschubfinanzierung wurden stabile Strukturen geschaffen, damit Austausch zu einem festen Bestandteil unserer Schulen wird.», bilanziert Bildungsdirektor Stephan Schleiss, fünf Jahre nach Start des Programms Zug+ «Förderung Sprachaustausch an den gemeindlichen Schulen».
Eine solide Basis durch Schulpartnerschaften und Netzwerkpersonen
Vor Projektbeginn verfügten nur drei der elf Zuger Schulgemeinden über eine institutionalisierte Partnerschaft mit einer Westschweizer Schule, nun sind es zehn. Bei der elften Gemeinde laufen die Abklärungen noch. Seit 2022 übernimmt in jeder Gemeinde sowohl auf der Primar- wie auf der Oberstufe je eine Lehrperson die Rolle der austauschverantwortlichen Netzwerkperson. Dank dieser Strukturen und der Unterstützung durch die kantonale Austauschverantwortliche an der PH Zug, Sylvia Nadig, konnten die Austauschaktivitäten an den Zuger Schulen wesentlich gesteigert werden.
Zudem hat der Kanton Zug in den vergangenen Jahren umfassendes Know-how im Bereich Sprachaustausch aufgebaut, das er schweizweit zugänglich macht, unter anderem mit seiner Ausstellung «Fabrique des échanges – Austauschfabrik» während der diesjährigen nationalen Austauschwoche in Fribourg sowie an zehn Pädagogischen Hochschulen.
Sprachaustausch soll ein Schwerpunkt bleiben
Erst durch authentische Kontakte können Kinder und Jugendliche die Bedeutung des Französischlernens erleben. Begegnungen mit Gleichaltrigen aus der Westschweiz schaffen einen direkten Bezug und erhöhen die Motivation nachhaltig. Ein Zuger Primarschüler brachte es auf den Punkt: «Jetzt ist Franz keine tote Sprache mehr, die nur im Schulbuch existiert.»
Kanton und Gemeinden wollen diesen Weg konsequent weitergehen und die entstandene Dynamik nutzen, um den Austausch als festen Bestandteil der schulischen Bildung zu verankern. Zur Sicherung der entstandenen Austauschkultur plant der Kanton, weiterhin die Arbeit der kantonalen Austauschverantwortlichen zu finanzieren. Die Gemeinden entscheiden über die weitere Finanzierung der austauschverantwortlichen Netzwerkpersonen.
Über das Programm Zug+ «Förderung Sprachaustausch»
Das Programm Zug+ «Förderung Sprachaustausch an den gemeindlichen Schulen» startete 2021 und findet Ende 2025 einen erfolgreichen Projektabschluss. Es hat zum Ziel, dass mindestens die Hälfte aller Zuger Schülerinnen und Schüler während der obligatorischen Schulzeit einen Austausch mit Ortsverschiebung erlebt. In der externen Evaluation gegen Ende des Programms gaben rund 40 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen an, eine persönliche Begegnung mit französischsprachigen Gleichaltrigen erlebt zu haben
Bildlegende: Bildungsdirektor Stephan Schleiss dankt der leitenden kantonalen Austauschverantwortlichen Sylvia Nadig für den erfolgreichen Abschluss des Programms Zug+
Kontakt
Stephan Schleiss
Regierungsrat Direktion für Bildung und Kultur
+41 41 594 37 48 stephan.schleiss@zg.ch