Bewältigung von Grossereignissen
Ereignisse mit vielen verletzten oder erkrankten Personen erfordern spezielles Einsatzmaterial. Der RDZ verfügt über ein Materialfahrzeug und ist zuständig für das Material der Mobilen Sanitätshilfsstelle des Kantons.
Einsatzleitung Sanität
Alle Mitglieder der Leitung des Rettungsdienstes Zug sind ausgebildete Einsatzleiter Sanität. Im Ereignisfall führen Sie den Einsatz zusammen mit den Partnerorganisationen (Feuerwehr und Polizei) sowie weiteren Diensten (Zivilschutz, spezialisierte Unternehmen, etc.).
Mit einem Pikettdienst wird sichergestellt, dass immer ein EL San verfügbar ist. Um die Zeit bis zum Eintreffen der designierten Einsatzleiter Sanität zu überbrücken, verfügen alle Mitarbeitenden des RDZ über Grundkenntnisse der sanitätsdienstlichen Führung im Grossereignis.
Materialfahrzeug
Als schnelles eigenes Mittel steht ein Materialfahrzeug bereit. Es bringt zusätzliches medizinisches Material, ein Zelt und auch Heizungen an den Einsatzort. So kann schnell die notwendige Infrastruktur aufgestellt werden. Zeitgleich beginnt die präklinische Behandlung. Erst nach dem Eintreffen der zusätzlichen Rettungswagen oder Helikoptern kann der Transport in die Spitäler erfolgen.
Mobile Sanitätshilfsstelle
Für einen eigentlichen Massenanfall von Verletzten (MANV) verfügt der Kanton Zug über eine Mobile Sanitästhilfsstelle. Sie ist auf die Versorgung von rund 50 Patienten ausgerichtet. Sie besteht aus neun aufblasbaren Zelten mit einer Grundfläche von fünf auf vier Metern. Das medizinische und technischeMaterial wird in einem mobilen Wechselladebehälter beim Rettungsdienst Zug gelagert. Er wird von der Stützpunktfeuerwehr Zug an den Einsatzort transportiert. Milizpersonal hilft beim Aufbau und beim Betrieb mit. Es ist in eine Gruppe «Behandlung» und eine Gruppe «Führung» aufgeteilt. Der RDZ organisiert die notwendigen Ausbildungen und ist für den Unterhalt des Materials verantwortlich.