Naturgefahren-Wissen

Was macht die Natur zur Naturgefahr? Welche meteorologischen und gravitativen Naturgefahrenprozesse gibt es? Und welche Naturgefahren kommen im Kanton Zug vor allem vor?

Grundlagen

Was macht die Natur zur Naturgefahr? Wenn natürliche Vorgänge für den Mensch, die Umwelt oder Sachwerte schädlich sein können, spricht man von Naturgefahren. In der Schweiz sind die Naturgefahren in die folgenden Klassen eingeteilt:

 

 

Die grundsätzliche Definition der Naturgefahren sowie weitere häufig anzutreffenden Naturgefahren-Begriffe werden in den Grundlagen erklärt.

 

Gravitative Naturgefahren

Die Klasse der gravitativen Naturgefahren weist eine ausgeprägte Standortgebundenheit auf. Das bedeutet, dass diese Gefahren nicht überall auftreten, sondern raumgebunden sind. Gebiete mit hoher Gefährdung und ohne Gefährdung liegen oft sehr nahe nebeneinander. Daher haben diese Gefahrenprozesse eine sehr grosse raumplanerische Bedeutung

 

Wird von "Gefahrengebieten" gesprochen, sind damit immer Gebiete gemeint, welche durch einen gravitativen Naturgefahrenprozess gefährdet sind. Deren Hauptantrieb ist - wie es der Name schon andeutet - die Gravitationskraft. Zudem ist das Wirkungsgebiet in den meisten Fällen durch die lokale Geländeform begrenzt. Daraus folgt:

 

Gravitativen Gefahren kann grundsätzlich ausgewichen werden.

Meteorologische Naturgefahren

Meteorologische Naturgefahren treten überall in der Schweiz auf. Jedes Gebäude im Kanton Zug ist somit potentiell von diesen Gefahren betroffen! 

 

Ausgelöst werden die meteorologischen Naturgefahren durch kurzfristig auftretende Wetterphänomene, welche einen engen Bezug zu den Jahreszeiten haben. Sie treten also nicht jederzeit auf. Im Gegensatz zu den gravitativen Naturgefahren ist das Wirkungsgebiet oft grossräumig und nicht klar abgrenzbar, woraus folgt:

 

Meteorologischen Naturgefahren kann nicht ausgewichen werden.

 

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