03.07.2026, Zug | Medienmitteilung

Schutzmassnahmen gegen Quaggamuschel im Ägerisee zeigen weiterhin Wirkung

Neueste Wasseranalysen und systematische Muscheluntersuchungen zeigen, dass im Ägerisee nach wie vor keine Quaggamuscheln vorkommen. Der Kanton Zug sieht darin einen Erfolg der Präventionsmassnahmen – und appelliert an die Bevölkerung, weiterhin mitzuhelfen.

Im Juni 2026 liess der Kanton Zug den Ägerisee erneut auf einen möglichen Befall mit der invasiven Quaggamuschel untersuchen. Einerseits wurden dazu Wasserproben im Labor auf DNA-Spuren der Quaggamuschel analysiert. Gleichzeitig wurden anhand von Tauchgängen die natürlichen Muschelvorkommen im See untersucht. Beide Untersuchungsmethoden ergaben keinen Nachweis der Quaggamuschel im Ägerisee. 

Präventionsmassnahmen bewähren sich

Zu den wichtigsten Schutzmassnahmen gehören die per Frühjahr 2025 verschärften Einwasserungsregeln inklusive Reinigungspflicht (vgl. Medienmitteilung vom 25. Februar 2025) sowie die Kampagne «Wasch dein Zeug!». Die Sensibilisierungskampagne ist auch in diesem Jahr wieder prominent sichtbar, etwa mit Postern in den Badis, Flyern in allen Briefkästen im Ägerital, auf einem bedruckten Bus der Zugerland Verkehrsbetriebe sowie auf Social Media. «Die Massnahmen zum Schutz des Ägerisees lohnen sich», sagt der zuständige Regierungsrat Andreas Hostettler. «Ich danke allen Nutzerinnen und Nutzern des Ägerisees, die die Vorgaben gewissenhaft einhalten.» 

Gewässerwechsel bleibt grösstes Risiko

Im Zugersee wurde die invasive Quaggamuschel bereits 2024 nachgewiesen, ebenso in weiteren Schweizer Seen. Da sie sich hauptsächlich über Boote und Schiffe verbreitet, ist der wirksamste Schutz vor einer Einschleppung in den Ägerisee der Verzicht auf einen Gewässerwechsel. Ist ein solcher dennoch erforderlich, sind die gesetzlichen Melde-, Reinigungs- und Kontrollpflichten zwingend einzuhalten. Auch Wassersportgeräte, Tauch-, Angel- und Schwimmausrüstung sowie Baumaschinen können schädliche Organismen übertragen. Daher müssen auch sie vor der Nutzung im Ägerisee gründlich gereinigt werden.

Bilder & Downloads

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Bild 1: Nicht jede invasive Muschel ist eine Quaggamuschel: Das Bild zeigt gebietsfremde Wandermuscheln (Dreissena polymorpha) auf einer einheimischen Grossmuschel. (Foto: AquaPlus AG)

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Bild 2: Auch dieses auf Totholz wachsende Muschelvorkommen besteht ausschliesslich aus Wandermuscheln (Dreissena polymorpha) – von Quaggamuscheln keine Spur. (Foto: AquaPlus AG)

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Bild 3: Eine Taucherin untersucht die Muschelvorkommen im Ägerisee auf einen möglichen Befall mit der Quaggamuschel. Die Tauchgänge ergaben keinen Nachweis der invasiven Art. (Foto: AquaPlus AG)

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Bild 4: Auch augenscheinlich muschelfreie Boote können Organismen übertragen. Deshalb gelten bei einem Gewässerwechsel Melde-, Reinigungs- und Kontrollpflichten. (Foto: AquaPlus AG)

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Bild 5: Mit einem bedruckten Bus der ZVB-Linie 601 bedankt sich der Kanton Zug bei der Bevölkerung für die Mithilfe beim Schutz des Ägerisees vor der Quaggamuschel. (Foto: ZVB)

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Kontakt

Beda Schlumpf

Stv. Amtsleiter / Abteilungsleiter Jagd und Fischerei
Aegeristrasse 56
6301 Zug