Mit der Instandsetzung und Umbau soll das zurzeit nicht genutzte Theilerhaus wieder zu neuem Leben erweckt werden.

Projektbeschrieb

Das denkmalgeschützte Theilerhaus mit Baujahr 1896 steht seit dem Erwerb durch den Kanton Zug im Jahr 1989 mehrheitlich leer. Nun muss es dringend saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Im Erdgeschoss ist eine gastronomische Einrichtung geplant, während in den Obergeschossen der zukünftige Sitz des Verwaltungsgerichts entstehen soll. Mit der Ansiedlung im Theilerhaus erhält das Verwaltungsgericht einen angemessenen repräsentativen Rahmen und das für die Zuger Industrie- und Wirtschaftsgeschichte eminent wichtige Gebäude wieder die ihm gebührende Ausstrahlungskraft.

In einem zweistufigen Generalplanerwahlverfahren wurden im März 2020 die ARGE CST Architekten AG und die Eggenspieler Architekten aus Zug mit ihrem Projektvorschlag «ESTRADE» mit der Ausarbeitung des Bauprojektes beauftragt.

Die Gesamtinstandsetzung sieht eine umfassende Ertüchtigung des Gebäudes vor. Aufgrund seiner industrie- und baugeschichtlichen Bedeutung wurden bei der Planung der Sanierung des Theilerhauses denkmalpflegerische Aspekte berücksichtigt. Diese umfassen in erster Linie die Erhaltung der Gebäudesubstanz sowie der Fassade.

Das Verwaltungsgericht ist in den Obergeschossen untergebracht. Das 1. und 2. Obergeschoss ist dem internen Betrieb vorbehalten und umfasst die Büros des Gerichtspräsidenten, der Richter und der Gerichtsschreiber sowie einen Aufenthaltsraum, die Bibliothek, ein Archiv, einen Kopierraum und Nasszellen. Im 3. Obergeschoss befinden sich nebst dem Gerichtssaal mitsamt der erforderlichen Infrastruktur für Besuchende das Generalsekretariat mit Empfang, Sekretariat und Kanzlei sowie dieselben Nebenräume wie auf den unteren Geschossen.

Das Bistro im Erdgeschoss mit rund 84 Plätzen im Innen- sowie rund 96 Plätzen im Aussenbereich übernimmt verschiedene Funktionen. Einerseits stellt es für die Bevölkerung und das Quartier einen Treffpunkt dar. Anderseits dient das Bistro als Verpflegungsmöglichkeit für die Mitarbeitenden an der Hofstrasse und als Gastrobetreiber für einen Mittagstisch der Fachmittelschule (FMS) in der Shedhalle. Die Küche ist im Südrisalit des Gebäudes sowie östlich dazu in einem neuen Annexbau untergebracht. Dieser ist über einen kurzen Korridor mit dem Hauptbau verbunden und umfasst im Erdgeschoss die Anlieferung, einen Warenlift sowie die Officeräume für den Gastrobetrieb. Im Untergeschoss sind die Lagerräume und Personalgarderoben für den Gastrobetrieb, alle Technikräume sowie die Räume für den Betrieb angeordnet.

Nach der Genehmigung des Objektkredites durch den Kantonsrat wird ab dem Frühjahr 2023 mit der Ausführungsplanung und Realisierung der Instandsetzung sowie mit dem Umbau des Theilerhauses begonnen.

Termine / Kosten / Projektorganisation

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Den Jurybericht zum Theilerhaus können Sie auch gerne bei uns bestellen.

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Nord-Ost mit Annexbau
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