18.03.2026, Medienmitteilung
Rechnungsüberschuss dank Ausgabendisziplin und höheren Fiskalerträgen
Die Jahresrechnung 2025 des Kantons Zug präsentiert einen Ertragsüberschuss von 429,4 Millionen Franken. Einem Gesamtaufwand von rund 2 Milliarden Franken steht ein Gesamtertrag von rund 2,4 Milliarden Franken gegenüber. Im Vergleich zum Budget ergibt sich ein Plus von 198 Millionen Franken. Die erzielten Überschüsse ermöglichen es, Investitionsvorhaben und eine gezielte Standortförderung fortzuführen. Zugleich schaffen sie Mehrwert für einen wettbewerbsstarken, bürgernahen und leistungsfähigen Kanton. Das Eigenkapital von 3 Milliarden Franken unterstreicht die finanzielle Robustheit und bildet eine solide Basis zur Bewältigung künftiger Herausforderungen.
Der Gesamtaufwand beträgt rund 2 Milliarden Franken und liegt damit um 41,1 Millionen oder 2 Prozent tiefer als budgetiert, dies hauptsächlich durch Minderaufwände beim Transferaufwand und den Abschreibungen. Für Personalaufwand sowie Sach- und übriger Betriebsaufwand fielen um 6,5 Millionen Franken respektive 4,7 Millionen Franken tiefere effektive Kosten an. Finanzdirektor Heinz Tännler: «Dies belegt die hohe finanzielle Disziplin der kantonalen Verwaltung sowie den gezielten und bedarfsgerechten Einsatz der Mittel.»
Mehrerträge durch höhere Steuereinnahmen
Der Gesamtertrag von 2,4 Milliarden Franken liegt um 157 Millionen Franken oder 7 Prozent höher als budgetiert. Diese Mehrerträge ergeben sich im Wesentlichen aus dem um rund 128 Millionen Franken höheren Fiskalertrag. Trotz der noch nachwirkenden achten Steuergesetzrevision verbesserten sich die Steuererträge der natürlichen Personen um über 100 Millionen Franken gegenüber dem Budget. Finanzdirektor Heinz Tännler führt aus: «Dies erklärt sich durch eingegangene und veranlagte Steuerdeklarationen für frühere Jahre. Auch führten einige neu zugezogene steuerstarke Personen und erfreuliche Entwicklungen bei bereits Ansässigen zu nicht vorhersehbaren Mehrerträgen.»
Die Steuererträge der juristischen Personen lagen um rund 25 Millionen Franken über dem Budget, hauptsächlich weil grössere Umstrukturierungen einzelner Unternehmensgruppen zu positiven Sondereffekten führten.
«Insgesamt verdeutlicht das Ergebnis, dass der Wirtschaftsstandort Zug widerstandsfähig ist und die Rahmenbedingungen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben», führt Finanzdirektor Heinz Tännler aus.
Stärkung des Wirtschaftsstandortes
Im Rahmen von Standortförderungsmassnahmen wurden 10,9 Millionen Franken ausbezahlt. Durch die Annahme des Gesetzes über Standortentwicklung verfügt der Kanton nun auch über ein flexibles Instrument, um jährlich bis zu 150 Millionen Franken aus den Mehrerträgen der OECD-Mindeststeuer in Nachhaltigkeit und Innovation zu investieren. Diese Ausrichtung schafft zusätzliche Impulse für Zukunftsprojekte und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Finanzdirektor Heinz Tännler ergänzt: «Wir setzen Standortmassnahmen so ein, dass sie die wirtschaftliche Stärke und die Zukunftsfähigkeit des Kantons unterstützen.»
Hohe Bautätigkeit
Insgesamt wurden 204,7 Millionen Franken in der Investitionsrechnung verbucht, womit das Budget um 8,4 Millionen Franken unterschritten wird. Bei der Umfahrung Cham-Hünenberg erfolgte beim Tunnel Städtlerwald der Durchbruch, die Eröffnung wird planmässig im Sommer 2027 stattfinden. Für den neuen Hauptstützpunkt der Zugerland Verkehrsbetriebe AG sowie den Neubau des Rettungsdienstes und der Verwaltung hat der Bau der Provisorien begonnen. Die Instandsetzung des Theilerhauses ist abgeschlossen und das Provisorium der neuen Kantonsschule in Rotkreuz konnte im August 2025 bezogen werden. Mit einer Selbstfinanzierung von 511,4 Millionen Franken konnten die Nettoinvestitionen vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 249,9 Prozent. Damit wird die Investitionstätigkeit ohne zusätzliche Verschuldung getragen, was die finanzielle Stabilität und langfristige Tragbarkeit der Infrastrukturpolitik stärkt.
Gesunde Bilanzstruktur
Auf der Aktivseite hat das Finanzvermögen zugenommen und beläuft sich auf 3,4 Milliarden Franken. Auch das Verwaltungsvermögen nimmt durch die Investitionen und die Abschreibungen um 98,7 Millionen Franken auf 664,5 Millionen Franken zu. Auf der Passivseite beträgt das Fremdkapital 1,1 Milliarden Franken. Das Eigenkapital beläuft sich per Jahresende auf 3,0 Milliarden Franken. Die Bilanzstruktur bestätigt gemäss Finanzdirektor Heinz Tännler insgesamt die solide Vermögens- und Finanzlage. Sie trägt dazu bei, dass auch künftig Investitionen und Verpflichtungen verlässlich finanziert werden können und gleichzeitig finanzieller Spielraum für kommende Herausforderungen beibehalten wird.
Übersicht über die Erfolgsrechnung
