05.03.2026, Medienmitteilung
Denkmal Journal Nr. 5 – Vernissage in der Shedhalle Zug
Das neueste «Denkmal Journal» stellt zum fünften Mal aktuelle Sanierungsprojekte aus dem Kanton Zug vor. An der öffentlichen Vernissage am Mittwoch, 25. März in der Shedhalle Zug sprechen Beteiligte über Sanierung, Erhalt und Nutzung der Baudenkmäler.
Das «Denkmal Journal» wurde 2022 vom Amt für Denkmalpflege und Archäologie ins Leben gerufen und hat seither 30 Projekte aus dem Kanton Zug vorgestellt – Bauten aus verschiedensten Epochen und mit unterschiedlichen Herausforderungen. Das Journal zeigt in Reportagen den Wert der Denkmäler auf, gibt Einblick in die vielfältige Baukultur und sensibilisiert für einen sorgfältigen Umgang mit historischer Bausubstanz.
Ein Journal für den Dialog
Die im Denkmal Journal porträtierten Projekte zeigen auf, wie eine Sanierung, ein Umbau oder die Umnutzung eines Baudenkmals gelingen kann. Dabei thematisieren sie auch Herausforderungen, beschreiben Meinungsfindungsprozesse und erläutern Kompromisslösungen, die sich aufgrund von unterschiedlichen Interessen, Vorstellungen oder Gewichtungen ergeben.
«Das Journal zeigt, wie moderne Denkmalpflege funktionieren kann. Mindestens ebenso wichtig wie die Publikation ist jedoch der Dialog, der daraus entsteht», sagt Karin Artho, Leiterin des Amts für Denkmalpflege und Archäologie. Das Journal fördert den Austausch und stärkt das gegenseitige Verständnis für die unterschiedlichen Rollen. An der Heft-Vernissage spricht Karin Artho mit Projektbeteiligten über deren Erfahrungen während der Sanierung sowie darüber, was sie motiviert, bewegt oder überrascht hat.
Gelungene Sanierungsprojekte im Fokus
Das neue Heft stellt fünf aktuelle Sanierungsprojekte vor, die in besonderer Weise überzeugen. Im sogenannten Kanonenhaus an der Grabenstrasse hat die katholische Kirchgemeinde der Stadt Zug Wohnraum für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung geschaffen. Die Sanierung steht damit nicht nur für den Erhalt eines Kulturdenkmals in der Zuger Altstadt, sondern auch für ein integratives Wohnprojekt. Im Zuger Löberenquartier wurde ein Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert sorgfältig saniert und um eine atelierartige, architektonisch fein abgestimmte Remise ergänzt. Wie genossenschaftliches und preisgünstiges Wohnen in einem Baudenkmal gelingen kann, zeigt das Projekt der Genossenschaft Gewoba Zug am Knopfliweg in der Zuger Altstadt. Am Rande von Rotkreuz fügt sich das Gehöft Binzmühle harmonisch in eine Naturoase und nimmt mit seiner vielseitigen Nutzung Rücksicht auf die sensible Lage am Waldrand. Und im Zuger Guthirtquartier leben die 1950er-Jahre in einem zeittypischen Mehrfamilienhaus neu auf.
Öffentliche Vernissage mit Apéro
Mittwoch, 25. März 2026, 18 Uhr
Shedhalle, Hofstrasse 15, Zug
Grusswort: Landammann Andreas Hostettler, Vorsteher Direktion des Innern
Präsentation: Karin Artho, Leiterin Amt für Denkmalpflege und Archäologie, im Gespräch mit: Rosa Guyer, Bauherrenvertreterin Pensimo Management AG; Anette JeanRichard, Leiterin Bauforschung und Mittelalterarchäologie, Amt für Denkmalpflege und Archäologie; Claudio Holdener, Architekt, Claudio Holdener Architecture Design, Zug; Esther Keiser, Geschäftsführerin Gewoba, Zug; Lukas Hodel, Architekt, Cometti Truffer Hodel Architekten AG, Luzern
Anmeldung: erwünscht via anmeldung.ada@zg.ch (beschränkte Anzahl Plätze)
Anfahrt: Bus 614 (Haltestelle Athene) oder S2 (Haltestelle Zug Casino); Parkplätze im Parkhaus Athene
Bezug Denkmal Journal 5
Das «Denkmal Journal» liegt an der Vernissage auf und kann danach kostenlos beim Amt für Denkmalpflege und Archäologie (info.ada@zg.ch) bestellt oder als PDF auf der Website des Amts heruntergeladen werden.
Über das Amt für Denkmalpflege und Archäologie
Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie ist verantwortlich für Erhalt, Pflege, Erforschung und Dokumentation des archäologischen und bauhistorischen Erbes des Kantons Zug.
Bildauswahl und Copyright
Kostenlose Publikation unter Einhaltung von Copyright / Angabe Name und Vorname
Bild 1: Altstadthäuser am Knopfliweg: Verwinkelt, idyllisch, historisch bedeutsam und nur wenige Meter vom Kolinplatz entfernt: Die Liegenschaft am Knopfliweg hat viel Charme. Auf der Dachterrasse lebt es sich bei warmen Temperaturen besonders gut. Foto: Saskja Rosset
Bild 2: Altstadthäuser am Knopfliweg: Die historischen Elemente sorgen für spannungsreiche Räume. Die verschiedenen Zeitepochen lassen sich an den Materialien ablesen. Foto: Saskja Rosset
Bild 3: Wohnsiedlung Bleichimattweg: Der schlichte und ehrliche Zeitzeuge von Godi Cordes stammt aus dem Jahr 1956. Er besticht durch qualitätsvolle Details und eine starke Farbgebung an der Fassade. Foto: Saskja Rosset
Bild 4: Pfrundhaus Keiser: An der Fassade Richtung Grabenstrasse befindet sich eine imposante Malerei. Sie zeigt drei Trompeter auf Pferden, Landsknechte mit Hellebarden und eine grosse Kanone. Foto: Saskja Rosset
Bild 5: Wohnhaus Löberenstrasse: Materialien, Volumen und Farben von Alt- und Neubau wurden so aufeinander abgestimmt, dass daraus ein überzeugendes Ensemble resultiert. Dieses fällt im Quartier positiv auf. Foto: Saskja Rosset
Bild 6: Binzmühle Rotkreuz: Im Eingangsbereich des «Binzi-Treffs» wurde ein Kachelofen aus dem frühen 19. Jahrhundert freigelegt. Er ist eine von vielen Kostbarkeiten, auf die man hier gestossen ist. Foto: Saskja Rosset
Kontakt
Karin Artho
Leiterin Amt für Denkmalpflege und Archäologie Direktion des Innern
+41 41 594 11 12 karin.artho@zg.ch