Aktuelle Gefahrensituation
Wie lange regnet es noch weiter? Wie gross ist heute der Abfluss in der Lorze? Darf ich im Wald Feuer machen? Diese und weitere Fragen beantwortet das Naturgefahrenportal des Bundes. Es gibt Auskunft über die aktuelle Gefahrensituation und warnt zusammen mit dem Kanton die Zuger Bevölkerung.

Aktuelle Naturgefahrensituation
Ab Mittwoch 12. August 2026 HÖCHSTE WALDBRANDGEFAHR – Stufe 5 von 5
Medienmitteilung: Sehr grosse Waldbrandgefahr im Kanton Zug / publiziert: 11. August 2026
Ab 12. August 2026 geltende strengere Regeln: Verhaltensregeln Waldbrandgefahr Stufe 5
Umfassende Informationen zur aktuellen Gefahrensituation im Kanton Zug sind auf dem nationalen Naturgefahrenportal zu finden.
Das Naturgefahrenportal wird von den Naturgefahrenfachstellen des Bundes betrieben.
Im Naturgefahrenbulletin können Sie sich über die vom Bund zur Zeit ausgesprochenen Warnungen informieren.
Waldbrand
Ab 12. August 2026 gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe: Stufe 5 (sehr gross) – Absolutes Feuerverbot im Freien
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit besteht im gesamten Kantonsgebiet ein absolutes Feuerverbot im Freien. Bereits kleinste Zündquellen können Wald- und Vegetationsbrände verursachen, die sich rasch ausbreiten.
Es gelten folgende Bestimmungen:
- Das Entfachen von Feuer im Freien ist im gesamten Kantonsgebiet verboten.
- Verboten sind sämtliche Feuerstellen, Feuerschalen sowie Holzkohle- und Einweggrills.
- Das Abbrennen von Feuerwerken und Höhenfeuern sowie das Steigenlassen von Himmelslaternen sind verboten.
- Das Wegwerfen von Raucherwaren, Streichhölzern oder anderen glimmenden Gegenständen ist im gesamten Kantonsgebiet untersagt.
- Erlaubt bleibt die Verwendung von Gas- und Elektrogrills auf befestigtem Boden. Die Geräte müssen jederzeit sicher betrieben und dauernd beaufsichtigt werden. Die erforderlichen Vorsichtsmassnahmen und die Eigenverantwortung der Benutzerinnen und Benutzer sind jederzeit einzuhalten. Bei starkem oder böigem Wind ist auf die Verwendung zu verzichten.
Das Amt für Wald und Wild beurteilt die Waldbrandgefahr laufend anhand der aktuellen Witterung und der regionalen Verhältnisse. Die Massnahmen werden der Gefahrenlage angepasst und bei einer wesentlichen Änderung der Situation überprüft.
Vielen Dank, dass Sie mit Ihrem verantwortungsvollen Verhalten zum Schutz von Wald, Natur und Bevölkerung beitragen.
Helfen Sie mit, Waldbrände zu verhindern. Halten Sie sich daher an die aktuell gültigen kantonalen Verhaltensregeln:

Wettersituation
MeteoSchweiz stellt in der Schweiz die Grundversorgung mit Wetter- und Klimainformationen sicher.
Dort finden Sie die aktuelle Wetterprognose und können den momentanen und künftigen Niederschlag auf dem Radarbild anschauen.
Hochwasser
Die Kantonale Fachstelle für Hochwasserschutz ist beim Tiefbauamt, Abteilung Wasserbau und baulicher Gewässerschutz angesiedelt.
Auf nationaler Ebene veröffentlicht das Bundesamt für Umwelt BAFU aktuelle und historische hydrologische Daten zu Flüssen, Seen und zum Grundwasser der Schweiz, Vorhersagen und Hochwasserwarnungen sowie das Hydrologische Bulletin und Grundwasserbulletin. Im Kanton Zug betreibt das BAFU zudem insgesamt fünf Messstationen an grösseren Gewässern:
- Station Reuss - Mühlau, Hünenberg
- Station Lorze - Zug, Letzi
- Station Lorze - Frauenthal
- Station Zugersee - Zug
- Station Ägerisee - Unterägeri
Ob aktuell an Zuger Gewässern eine Hochwasserwarnung gilt, finden Sie hier heraus:
Schnee und Lawinen
Aufgrund der geographischen Lage des Kantons Zug im Übergangsgebiet zwischen den Voralpen und dem Mittelland (höchste Erhebung ist der Wildspitz mit 1580 m ü. M.) spielen Schnee- und Lawinenprozesse im Kanton Zug nur eine untergeordnete Rolle.
Die nationale Fachstelle WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF betreibt nicht nur Forschung, sondern bietet auch diverse Dienstleistungen an, wie zum Beispiel das Lawinenbulletin.
Erdbeben
Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem potenziell grössten Schadenspotential in der Schweiz, und somit auch im Kanton Zug. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte.
Der Schweizerische Erdbebendienst SED informiert auf seiner Seite über die Erdbeben in der Schweiz. Wie wahrscheinlich Erdbeben im Kanton Zug sind, kann mithilfe unterschiedlicher Karten im Rahmen des Erdbebengefährdungsmodells bestimmt werden:
- Die Gefährdungskarten bilden ab, wie häufig gewisse horizontale Beschleunigungen Gebäude treffen.
- Die Karten der Auswirkungen fokussieren auf die möglichen Folgen eines Erdbebens.
- Die Karten der Magnituden zeigen, wie oft sich Erdbeben ab einer bestimmten Grösse ereignen.