Zuger Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekt

Im Zuger Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekt KERB setzen Zuger Betriebe Massnahmen in den Bereichen Klima, Energie, Ressourcen und Biodiversität um.

Teilnahmebedingungen

  • Die Teilnahme am Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekt KERB steht allen direktzahlungsberechtigten Zuger Betrieben offen.

  • Wo nicht anders vermerkt, erfolgt die Anmeldung via Agate bzw. landwirtschaftliche Betriebsdatenerhebung.

  • Die Umsetzung der Massnahmen erfolgt je nach Präzisierung der Voraussetzungen der einzelnen Massnahmen auf der Betriebsfläche oder wird auf Zuger Flächen beschränkt.

  • Grundsätzlich gilt keine Verpflichtungsdauer, d.h. Betriebe können sich jährlich von bestehenden Massnahmen abmelden oder sich neu anmelden.

Massnahmen

Seit 2025 stehen den Betrieben 14 verschiedene Massnahmen zur Umsetzung zur Verfügung.

In der Schliessung offener und defekter Schachtdeckel liegt ein grosses Potenzial die Gewässerqualität unserer Gewässer zu verbessern.

 

Der Schachtdeckel (offen oder defekt) wird durch einen komplett geschlossenen Deckel ersetzt oder der Schacht wird auf unterflur umgebaut. Dabei ist auch der Zustand der Schachtfassung zu berücksichtigen und bei Bedarf zu reparieren.

 

Der Pauschalbeitrag pro ersetzten Schachtdeckel beläuft sich auf CHF 150.- (Standard-Version) respektive CHF 300.- (unterflur).

Mit bestimmten Futterzusätzen kann der Methanaustoss von Kühen reduziert werden. Aktuell zeigen Agolin oder Bovaer® den gewünschten Effekt. Die Liste der methanhemmenden Futttermittel kann gemäss aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ergänzt oder bereinigt werden.

 

Die Massnahme kann für Kühe der Tierkategorien A01 Milchkühe und A02 Andere Kühe umgesetzt werden. Die Fütterung von Agolin oder Bovaer® hat gemäss Herstellerangaben zu erfolgen.

 

Der jährliche Beitrag beläuft sich auf CHF 30.- pro GVE (nur Kategorien A01 und A02).

 

Der Anbau von Körnerleguminosen und Sonnenblumen wird in der Tal- und Hügelzone mit einem Zusatzbeitrag gezielt gefördert. Anmeldbar sind Erbsen zur Körnergewinnung, Linsen, Lupinen, Bohnen und Wicken zur Körnergewinnung, Soja und Sonnenblumen zur Speiseölgewinnung. Kichererbsen sind aufgrund der fehlenden Standorteignung ausgenommen.

 

Der jährliche Beitrag beläuft sich auf CHF 800.- bis 1'200.-  pro ha. Der Beitrag ist in der Summe finanziell limitiert. Der definitive Beitrag wird nach Bekanntwerden sämtlicher Anmeldungen durch das LWA festgelegt.

Der Anbau von Ackerkulturen in der Tal- und Hügelzone, die direkt der menschlichen Ernährung dienen, werden mit einem Zusatzbeitrag gefördert. Anmeldbar sind Getreide (ausgenommen Weizen), Pseudogetreide (z..B. Buchweizen), Kartoffeln, Körnerleguminosen und Ölsaaten.

 

Der jährliche Beitrag beläuft sich auf CHF 100.- pro ha.

Anmeldbar sind bestehende offene Güllelager, für die beim Neubau keine Abdeckpflicht bestand. Das offene Güllelager wird mit einer geeigneten Abdeckung versehen (mind. 94%). Detailerläuterungen sind dem Merkblatt von KOLAS und KVU zu entnehmen.


Der einmalige Beitrag beläuft sich auf CHF 60.- pro Quadratmeter.

Betriebe nehmen am SUISAG BioSec®-Programm teil. Mit dem Programm SUISAG-BioSec® werden die Betriebe aktiv unterstützt Biosicherheitsmassnahmen umzusetzen. Dadurch kann das Risiko des Erregereintrags und der Verschleppung im Betrieb reduziert werden.

 

Der jährliche Beitrag beläuft sich auf CHF 300.- (beim Einreichen des Zertifikats).

Betriebe pflanzen im Minimum 1 Are bzw. mindestens 25 Bäume mit einer robusten Sorte neu an. Schorfresistente Kernobstsorten benötigen weniger Pflanzenschutzmittel als anfällige Sorten. Um Direktvermarktern den Einstieg mit diesen Sorten zu erleichtern, wird die Neupflanzung einmalig unterstützt.

 

Der einmalige Beitrag beläuft sich auf CHF 210.- pro Are.

Bunt- und Rotationsbrachen liegen nicht komplett im Waldschatten und weisen eine gute Besonnung auf. Sie sind idealerweise als streifenförmige Elemente entlang von Ackerkulturen angelegt. 

 

Der jährliche Beitrag beläuft sich auf CHF 500.-/ ha wertvolle Acker-BFF.

Der Betrieb nimmt am gesamten Rindergesundheitsdienst-Dienstleistungspaket teil. 

 

Der jährliche Beitrag beträgt CHF 150.-.

Der Betrieb setzt keine importierten Kunstdünger ein. Als Künstdünger gelten synthetische N- & P-Dünger, die unter hohem Energieaufwand in technischen Aufbereitungsverfahren natürlicher Rohstoffe hergestellt werden. 

 

Der jährliche Beitrag beträgt maximal CHF 300.-/Betrieb.  

Die (Direkt-)Saat geeigneter Ackerkulturen erfolgt in eine lebende Gründüngung. Die Gründüngung muss gewalzt und gequetscht werden. Es gilt eine Ernte-/Dreschpflicht. 

 

Der Beitrag beträgt max. CHF 1'000.-/ha. 

Auf einer angemeldeten Ackerfläche werden mindestens zwei Ackerkulturen aus verschiedenen Pflanzenfamilien im MIschkulturverfahren angebaut. Jede Ackerkultur im Bestand wird mit mind. 20% der üblichen Saatdichte in einer Reinsaat angebaut. 

 

Der Beitrag beläuft sich auf CHF 100.-/ha. 

Die Reifendruckverstellanlage wird in einen landwirtschaftlich immatrikulierten Traktor eingebaut. 

 

Der Beitrag beläuft sich auf max. CHF 5'000.- pro Reifendruckverstellanlage. 

Der Betrieb beteiligt sich am Agrarfolien-Recycling des Maschinenrings Zuger Berggebiet. Er erfüllt die Vorgaben der Kampagne des Maschinenrings Zuger Berggebiet an die Sammlung, Sortierung, Bereitstellung usw. 

 

Der Beitrag beläuft sich auf CHF 150.-/ Tonne recyclierte Agrarfolie. 

Ansprechpersonen

Bruno Aeschbacher

Sachbearbeiter

Aabachstrasse 5
6300 Zug

Guido Arnold

Sachbearbeiter

Aabachstrasse 5
6300 Zug

Othmar Geisseler

Sachbearbeiter

Aabachstrasse 5
6300 Zug

Thomas Wiederkehr

Amtsleiter

Aabachstrasse 5
6300 Zug